Beratungsangebote der BEK für Jugendliche
zu Kriegsdienstverweigerung und Freiwilligendiensten
Kriegsdienstverweigerung

Ab dem 18. Geburtstag ist jeder männliche Bundesbürger wehrpflichtig und kann zum Dienst mit der Waffe einberufen werden. Damit steht er vor der persönlichen Frage und Entscheidung seines Gewissens, ob er Soldat werden will, oder ob er sein Recht auf Kriegsdienstverweigerung wahrnehmen will, wie es im Grundgesetz formuliert ist.
Weil diese verantwortungsvolle Entscheidung nicht leicht zu treffen ist, bietet die Bremische Evangelische Kirche an, diese Fragen mit Menschen zu besprechen, die mit den Argumenten dafür und dagegen vertraut sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand noch vor der Einberufung steht oder schon Soldat ist, auch nicht ob jemand der Kirche angehört oder nicht. Diese Gespräche sind kostenlos und werden streng vertraulich behandelt.
Grundsätzlich ist jeder Pastor und jede Pastorin in den Kirchengemeinden auf Fragen der Kriegsdienstverweigerung ansprechbar und kann weiterhelfen.
Darüber hinaus ist eine Reihe von Pastoren, Pastorinnen und Diakonen beauftragt und besonders geschult, über ihre Gemeindenbereich hinaus Gespräche und Informationen zur Gewissensklärung und zu Verfahrensfragen anzubieten. Auf Wunsch helfen sie auch auf dem zunächst etwas unübersichtlich scheinenden Weg zur Kriegsdienstverweigerung, beraten beim Abfassen des nötigen Antrages und begleiten bis zum Finden einer geeigneten Zivildienststelle.
Mehr Infos und Ansprechpartner für eine Beratung...
zum Herunterladen:
Beauftragte der BEK zum Beistand für Kriegsdienstverweigerer
Zivildienst
Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst herangezogen werden. Die häufigste Form des Ersatzdienstes ist der Zivildienst. Wer als Kriegsdienstverweigerer anerkannt ist und eine Zivildienstsstelle sucht, findet eine Auswahl im Bereich der Bremischen Evangelischen Kirche z.B. in Gemeinden, Kindergärten oder diakonischen Einrichtungen.
Mehr Infos zu Freiwilligendiensten und über frei werdende Zivildienststellen im Bereich der Bremischen Evangelischen Kirche erhält man hier...
Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)
Im „Freiwilligen Sozialen Jahr“ (FSJ) arbeiten junge Leute zwölf Monate in einer sozialen Einrichtung. Sie unterstützen Menschen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen Hilfe benötigen, und lernen dabei mehrere soziale Arbeitsfelder kennen. Das Freiwillige Soziale Jahr bietet die Zeit, sich persönlich und beruflich zu orientieren und die eigenen Stärken und Grenzen zu erkunden.
Mögliche Arbeitsfelder sind z.B. Kirchengemeinden, (Integrations-) Kindergärten, Altenheime und Pflegedienste.
Freiwilliges Ökologisches Jahr
Das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) ist eine Möglichkeit für junge Menschen, die gerade mit der Schulde oder Ausbildung fertig geworden sind. Es bietet Zeit, sich persönlich und beruflich zu orientieren, eigene Stärken und Grenzen zu er erkunden und den Übergang zwischen Schule und Ausbildung oder Studium sinnvoll zu gestalten.
Mögliche Arbeitsfelder sind z.B. Parks & Gärten, die ökologische Landwirtschaft, Kinder- und Jugendfarmen, der Tierschutz, Schreibtisch- oder Projektarbeit bei Umweltverbänden und in der Umweltberatung und Umweltbildung.
Freiwilliges Kulturelles Jahr

Auch das „Freiwillige Kulturelle Jahr“ (FKJ) ist eine Möglichkeit für junge Menschen, die gerade mit der Schule oder Ausbildung fertig sind. Es bietet die Zeit, sich persönlich und beruflich zu orientieren, die eigenen Stärken und Grenzen zu erkunden und den Übergang zwischen Schule und Ausbildung oder Studium sinnvoll zu gestalten.
Mögliche Arbeitsfelder sind z.B. Sportvereine, Theater, Zirkus, Jugendzentren und –initiativen, die Bremer Uni oder der Soziale Friedensdienst.
Diakonisches Jahr im Ausland
Das „Diakonische Jahr im Ausland“ (DJiA) ist ein Freiwilligendienst und ein soziales Orientierungsjahr. Es bietet jungen Leuten von 18 bis 25 Jahren die Gelegenheit, für ca. 9 - 12 Monate in sozialen Einrichtungen in Europa mitzuarbeiten. In der Regel beginnt ein Einsatz Ende August/Anfang September.
Viele Erfahrungen können gemacht werden:
- Neue Länder, Kulturen und Menschen kennen lernen
- Sprachkenntnisse verbessern
- Eigene Fähigkeiten und Grenzen erfahren
- Verantwortung übernehmen und Selbständigkeit lernen
- Mitarbeiten in der sozialen Praxis, spätere Berufe entdecken
- Kirche und Glaubensleben im Ausland erleben
Bewerberinnen und Bewerber sollen für einen einjährigen sozialen Dienst motiviert sein, Interesse an der Begegnung mit einer anderen Kultur haben und sollen dem christlichen Glauben und kirchlichen Einrichtungen offen gegenüberstehen. Mögliche Arbeitsfelder sind z.B. Kirchengemeinden, die Betreuung von pflegebedürftigen oder behinderten Menschen, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Sozialarbeit z.B. mit Obdachlosen.
Europäischer Freiwilligendienst

Im „Europäischen Freiwilligendienst“ können Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren meist zwölf Monate in einer sozialen oder kulturellen Einrichtung im europäischen Ausland arbeiten.
Hiermit bieten sich Möglichkeiten die Zeit zwischen Schule und Ausbildung bzw. Studium zu überbrücken, sich persönlich und beruflich zu erproben, und hierbei Menschen, Sprache, Kultur und Arbeitswelt in einem anderen Land kennen zu lernen.
Es bieten sich Arbeitsmöglichkeiten in sozialen und kulturellen Organisationen sowie in Einrichtungen im Bereich des Sport.
Wer teilnehmen kann und weitere Infos hier...




